Rassismus macht (mich) sprachlos

vu+cumpraVor einiger Zeit war ich an einem Bozner Gemüsestand und hatte gerade ein paar schnelle Zucchini gekauft. Da kam ein Afrikaner vorbei und bat mich um Geld. Es war einer der Allerärmsten unter den Straßenverkäufern, einer von jenen, die nur Tempotaschentücher in ihrem Sortiment haben. Ich kaufte ihm eine Packung ab.

Da griff der Gemüseverkäufer ein. Spudernd vor Wut giftete er mich an, dass „diese Leute“ überhaupt nur hier seien wegen „Deppen“ wie mir. Die nicht verstünden, dass diese Ausländer nur vormachen würden dass sie arm seien und in Wirklichkeit „von der Gemeinde bezahlt seien fürs Betteln“. Die sollten doch heim gehen, da wo der Pfeffer wächst, und die Gutmeinenden wie ich würden die ganze Mafia nur noch unterstützen.

Ich hab kurz gestritten mit dem Verkäufer, ihm versucht, die Widersprüchlichkeiten seines Diskurses aufzuzeigen (genützt hats nichts) und dann habe ich zornig und enttäuscht den Stand verlassen und ihn nie mehr aufgesucht. Aber dass ich ihm meine Zucchini nicht dort gelassen habe und ganz einfach gesagt habe, „Bei Rassisten kauf ich nicht ein“, das tut mir heut noch leid.

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One thought on “Rassismus macht (mich) sprachlos

  1. Ja so ist es eben bei Politikern: die Meinung Anderer in den Dreck ziehen, aber die Zucchini
    “(schnelle Zucchini” – gibt es die?) dann doch mitnehmen. Ja mitnehmen ist also die Stärke der Politiker?

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